Herren 1: 12 Blinde und ein Sehender sichern sich die nächsten zwei Punkte!

Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit, einem Dirk mit den Nerven am Ende und einem umso stärkeren Comeback entführen die Dirkstreetboys die nächsten zwei Punkte gegen die Zweitbesetzung der SG Kappelwindeck/Steinbach mit 26:28.

Am Samstagabend zur Primetime ging es für den SSC nach Kappelwindeck zur nächsten Probe.

Die anfänglichen Minuten sahen dabei noch ganz passabel aus! Hinten konnte sich Jannick schon ein paar Mal einbringen, doch vorne stotterte der Angriff, sodass Dirk nach zehn Minuten mit seiner ersten Auszeit für eine kleine Verschnaufpause sorgte (5:4, 10′).

Doch obwohl er das Offensivspiel beleben wollte, setzten die Jungs das genaue Gegenteil um: Ein 3:0-Lauf sorgte für einen ordentlichen Rückstand. Die Leichtsinnsfehler vorne häuften sich und ermöglichten einfache Gegentore! In dieser Phase war es wiederum „Dr. Kuhn“, der mit einem gehaltenen Siebenmeter den SSC im Spiel hielt, und Fabi, der über den Kreis souverän die Buden vorne einschweißte, wo anderen die Nerven versagten (11:7, 20′).

Auch der Doppelschlag von Vince und das kurzzeitige Aufschließen auf minus zwei brachten dann aber nicht die Wendung, und schnell stellte der Gastgeber wieder die alte Führung her (14:10, 26′).

In den Minuten vor der Pause blieb der Spielstand gleich, raubte Dirk aber den letzten Verstand! In Überzahl zog man offensiv gut Richtung Tor und bekam zweimal den Pfiff zum Siebenmeter. Doch erst vergab Dixon und dann Daniel kläglich per Heber, sodass man gefrustet in die Kabine ging.

Die Halbzeitansprache ließ sich kurz zusammenfassen: Ein unterirdischer Haufen und ein Jannick in Normalzustand mussten sich ein gutes Stück steigern, um das Ruder noch herumzureißen!

So wirklich funktionierte das aber zunächst nicht und die Hypothek stieg sogar auf minus sechs an (19:13, 36′). Offensiv war immer noch der Wurm drin, und nachdem sowohl Dixon als auch Vince – beide aus schlechtem Winkel – einen Heber versuchten, sah man Dirk nur noch angefressen hinter der Bank sitzen.

Mit dem Rücken an der Wand und unter Zugzwang schaffte man es dann aber doch, offensiv den Hebel umzulegen. Malte übernahm die Verantwortung, netzte zweimal und verkürzte (20:17, 39′).

Doch mit dem zurückgewonnenen Erfolg vor dem Tor geriet man in Überschwung, verlor den Ball im Gegenstoß dreimal und agierte ein wenig zu hektisch in der zweiten Welle. Zur nächsten Auszeit hieß es wieder minus vier auf der Anzeigetafel (22:18, 45′).

Diesmal hatte die Auszeit eine andere Wirkung: Über den Kreis kam man zum Torerfolg und verkürzte binnen Minuten (22:20, 49′).

Defensiv leistete die Abwehr nun beste Arbeit und alles, was sonst noch durchkam, wurde vom Doktor zwischen den Pfosten persönlich abgefangen. Innerhalb von dreißig Sekunden trafen erst Aaron und dann Fabi (23:22, 51′).

Als dann die Hausherren noch eine Unterzahl wegen Meckerns verkraften mussten, schafften die Dirkstreetboys die erste Führung seit dem 1:0 (23:24, 53′).

Mit dem Spiel in der entscheidenden Phase fand die SG vor dem Tor noch einmal den Erfolg und drehte wiederum den Rückstand, leistete sich dann aber zwei einfache Ballverluste und wurde bestraft (25:27, 57′).

Die erste Chance, das Spiel zu entscheiden, ging dann schief, und erst 40 Sekunden vor Schluss zeigte sich Malte kaltschnäuzig und sicherte die zwei Punkte (26:28).

Am Ende ein sehr erleichternder Ausgang. Ein wenig schmunzelnd machte Dirk seinem Ärger in seinem Fazit Luft, dass man ihn so auf die Probe gestellt hatte. Man muss sich definitiv beim eigenen Schlussmann bedanken, der als Einziger über die 60 Minuten abgeliefert hat und entscheidend für den Erfolg war!

Es spielten: Dixon John (6), Fabian Eglof (5), Vincent Ott (5), Malte Holst (4), Emilio Ruiz Quincke (3), Aaron Erb (2), Jonathan Knöfel (2), Felix Pistorius (1), Daniel Dreixler, Florian Krawetz, Jannick Kuhn, Lars Kunert, Michael Wiethoff.

Offizielle: Dirk Wendling