Nach vermurksten ersten 20 Minuten schafft der SSC noch die Wende und dreht die Partie kurz vor Schluss gegen die Murgtal Panthers und behält so vor dem Spitzenspiel in zwei Wochen weiterhin die Führung in der Tabelle.
Am Samstag stand das vorletzte Spiel der Hinrunde vor der Weihnachtspause an, und der SSC durfte sich gegen die Murgtal Panthers messen.
Zu Beginn tat man viel dafür, dass die Partie spannend werden sollte: Bereits in der ersten Minute verwarf Dixon den Gegenstoß und deutete damit eine darauffolgende Schwäche vor dem Tor an. Während man zunächst noch einmal durch Aaron und durch Malte vorne traf, machte sich die Torflaute schnell bemerkbar und veranlasste Dirk, direkt nach acht Minuten die erste Auszeit zu nehmen (2:5, 8′).
Doch auch dessen Worte fanden nur kurz Gehör. Nachdem der Abstand kurz gleichblieb (5:7, 13′), verlor man dann gänzlich den Faden und musste die Panthers abreißen lassen. So wie es meist der Fall ist, schwingt das Spiel von der einen Hälfte in die andere über: Wenn man offensiv strauchelt, bringt man das Schiff auch hinten ins Wanken und lädt zu einfachen Gegentoren über Gegenstöße oder die zweite Welle ein (6:12, 17′).
Geschlossen probierten die Jungs in Grau, wieder zu ihrem Spiel zurückzukehren, und mit ein wenig Glück fanden sich vorne wieder ein, zwei Lichtblicke. So vollendete Jonas zum Beispiel im Nachwurf mit einem halben Heber, oder einmal hievte der gegnerische Torwart unglücklich den Ball selbst über die Linie. Besonders Aaron versenkte in dieser Phase die dringend benötigten Chancen, und so verkürzte man den Rückstand auf minus drei (12:15, 27′). Leider schaffte man es nicht, vor der Pause weiter heranzukommen, und musste sich trotz Steigerung gegen Ende an die eigene Nase fassen (14:17, 30′).
In der Kabine war man sich schnell einig, wie man jetzt herauskommen musste, um hier nicht im eigenen Wohnzimmer zwei Punkte herzuschenken. Die Dirkstreetboys versuchten direkt nach der Halbzeit, schnell mit Tempo und Köpfchen das Spiel zu bestimmen und den mit nur acht Feldspielern angetretenen Panthers das Leben nochmal schwer zu machen.
Mit ein wenig Dusel und über die zweite Welle fand man zum Erfolg oder schaffte es, entscheidend zu ziehen und den Pfiff zum Siebenmeter zu bekommen, wodurch man den Rückstand schnell egalisieren konnte (19:19, 37′). Kurz darauf übernahm man dann auch einmal die Führung, aber die Panthers wussten sich im Spiel zu halten (23:22, 41′): Vor allem über die Mitte und einen starken Halblinken waren die Gäste aus neun Metern erfolgreich und ließen sowohl Yani als auch Jannick machtlos. So verschafften sich die Murgtaler noch einmal einen Drei-Tore-Vorsprung (25:28, 47′).
Und genau in dieser Phase schaltete sich noch einmal der gegnerische Schlussmann ein und sorgte dafür, dass die Nerven blank lagen. Zum Glück hatte man selbst ein gutes Torwartduo in den eigenen Reihen, und so vergingen die anschließenden vier Minuten torlos, und die Zeit wurde zum Faktor. Erst in Minute 51 fand man zuerst vom Strich und dann über Emilio den Anschluss. Mit einer starken Defensive und dank einer doppelten Zwei-Minuten-Strafe auf der Gegenseite gelang Malte noch einmal der Ausgleich (30:30, 55′).
Mit dem Momentum auf der eigenen Seite schaffte man dann auch noch, das Spiel gänzlich zu kippen, und ein über die gesamte Partie starker Aaron ließ alle, die es mit dem SSC hielten, mit seinen Treffern zum 32:30 und kurz darauf 33:30 jubeln und aufatmen (58′). Ab dann schien es geschafft. Michi traf vorne auch noch einmal, und die Panthers rundeten das Ergebnis zum 34:31 Endstand ab.
Insgesamt war es ein starker Kraftakt, vor allem nach der Anfangsphase, und eine Leistung, die den Jungs vom SSC geschlossen ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat.
Es spielten: Jannick Kuhn, Benjamin Yani Lohrmann; Dixon John (11), Aaron Erb (8), Malte Holst (7), Michael Wiethoff (3), Simon Tomsu (2), Vincent Ott (1), Emilio Ruiz Quincke (1), Jonas Zinkand (1), Daniel Dreixler, Fabian Eglof, Nathanael Mirbach, Tobias Pütz


