Schlussendlich blieben am Samstagnachmittag die Punkte beim derzeitigen Tabellenführer, auch wenn es zeitweise nicht danach aussah. Dennoch machten sich die Hartnäckigkeit und der Kampfgeist der Dirkstreetboys bezahlt und bescherten dem SSC den Sieg über den PSK mit 32:31!
Während sich viele vertraute Gesichter am Samstag gegenüberstanden, wurden jegliche Sympathien zunächst beiseitegelegt: Es ging direkt Kopf an Kopf los und man gab sich vor allem offensiv keine Blöße. Nach der ersten Führung des PSK zum 0:1 schaltete der SSC schnell um und netzte keine 15 Sekunden später durch Emilio zum Ausgleich ein. Anschließend legte der SSC ganze zehnmal vor und der PSK glich jeweils aus (11:10, 15′).
Erst durch einen verworfenen Siebenmeter der Gäste gelang den Dirkstreetboys über den Kreis durch Manu die erste Zwei-Tore-Führung, und Aaron legte direkt noch einen drauf (13:10).
Anstatt sich nun aber entscheidend absetzen zu können, fingen die Gastgeber an, vor dem Tor Nerven zu zeigen. Der gegnerische Torwartwechsel zeigte Wirkung, und schnell konnten die Gäste wieder aufschließen (13:13, 20′).
Auch im Anschluss nutzte man seine Chancen nicht konsequent. Obwohl der Ball in dieser Phase im Angriff sehr gut lief und man sich freie Würfe herausspielen konnte, haperte es auf den letzten Metern.
Besonders bitter verliefen die Schlussminuten der ersten Halbzeit: Zunächst verwarf Dixon einen Siebenmeter, und trotzdem kam man kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal in Ballbesitz. Man hätte auf plus zwei stellen können, gab dem PSK jedoch durch einen ungünstigen Ballverlust noch einen Gegenstoß mit, bei dem nicht nur der Ausgleich fiel, sondern sich Malte auch noch eine Zeitstrafe einhandelte (17:17, 30′).
In eine ähnliche Richtung ging es leider in der zweiten Halbzeit weiter. Vorne hakte es, und der PSK konnte einen Drei-Tore-Lauf verbuchen, ehe Jonas die Offensive mit einem Willensakt aufweckte (18:20, 34′).
Doch auch im Anschluss schrumpfte der Rückstand nicht, sondern wuchs zwischenzeitlich sogar auf minus vier an. Nachdem Fabi einen Siebenmeter herausgeholt hatte und der PSK eine vielleicht etwas harte Rote Karte hinnehmen musste, vergab Dixon erneut vom Strich (20:24, 40′).
Mit dem Rücken an der Wand hatte man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel Raum für Fehler. Meist gelang nach einem Gegentreffer über eine schnelle zweite Welle die prompte Antwort, aber der Vorsprung verringerte sich trotzdem zunächst nicht (23:26, 42′).
Erst dann konnte man hinten geschlossen Bälle gewinnen, Jannick schaltete sich entscheidend ins Spiel ein und durch einen überragenden Malte gelang vorne schließlich der Ausgleich (26:26, 46′).
Im Gleichschritt ging es nun in die Schlussminuten. Noch einmal setzte sich der PSK mit zwei Toren ab, aber Aaron und Jonas wussten zu kontern (29:29, 50′).
Aaron legte noch einmal nach, und Emilio hämmerte den Ball nach dem letzten erlaubten Pass wegen Zeitspiels ins Netz. Durch einen Wald von Armen hindurch küsste der Ball noch die Unterlatte, ehe er zur ersten Führung für den SSC in der zweiten Halbzeit einschlug (31:30, 54′).
Trotzdem musste man keine Minute später den Ausgleich hinnehmen und nach einem erneut verworfenen Siebenmeter sowie einer weiteren Zeitstrafe erst einmal schlucken.
Doch Aaron sprang ein und bewies auch vom Strich seine Nervenstärke, nachdem man sich dort bisher eher glücklos gezeigt hatte. Er brachte die Dirkstreetboys drei Minuten vor Schluss wieder in Front.
Ab dann wurde es wild. Zunächst verteidigte man gut und hatte 90 Sekunden vor dem Ende in Überzahl die Chance, das Spiel klarzumachen. Dirk nahm noch einmal eine Auszeit und besprach den letzten Spielzug. Doch obwohl man den Angriff lange ausspielte, vergab Dixon von außen die Chance zum Sieg und kassierte obendrein eine Zeitstrafe für einen Gesichtstreffer.
Somit hatte der PSK wiederum die Chance, in Überzahl mit 30 Sekunden Restzeit noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der Ball sollte für den letzten Wurf nach außen wandern, doch im Durchstoßen wurde Malte mitgenommen und bekam das Stürmerfoul zugesprochen.
Damit war das Duell entschieden und die beiden Punkte blieben bei den Gastgebern. Dementsprechend groß war die Euphorie nach diesem packenden Ende, bei dem man mit dem nötigen Spielglück den dritten Sieg in Serie einfahren konnte.
Es spielten: Aaron Erb (8), Dixon John (6), Malte Holst (5), Vincent Ott (4), Emilio Ruiz Quincke (3), Jonas Zinkand (3), Fabian Eglof (2), Manuel Bartosch (1), Daniel Dreixler, Jonathan Knöfel, Jannick Kuhn, Jonas Molina Ramirez, Felipe Naranjo Amortegui
Offizielle: Dirk Wendling


