Am Samstag zur Primetime um 20:00 Uhr in Niederbühl musste sich der SSC mit einem zusammengewürfelten Rückraum dem Tabellendritten stellen und wusste die Aufgabe im Verbund zu meistern. Mit 31:33 gewannen die Dirkstreetboys das Spitzenspiel.
Zum ersten Spiel im neuen Jahr mussten die Karlsruher Jungs nicht nur den Weggang von Nathi (Erasmus), sondern auch den Ausfall von Emilio und Malte kompensieren. Dafür rückten die Routiniers Jonas und Bölf in den Kader, und Simon durfte sich mehr Einsatzzeit im Rückraum erhoffen.
Aber auch mit dem neuen Personal zeigte der SSC ein bekanntes Gesicht: Die Anfangsminuten verschlief man und sah sich einem 5:1-Rückstand gegenüber (10′).
Zu viele Chancen vergab man vor dem Tor und bekam eine erste Kostprobe des Tempospiels der SV. Erst danach gelang Johnny der erste Treffer aus dem Spiel heraus, was die Dirkstreetboys sichtlich belebte. Langsam kämpfte man sich wieder heran, gewann hinten den ein oder anderen Ball, und Flo im Tor ließ aufblitzen, dass heute sein Spiel sein würde. Vor allem Simon fand einen guten Zug zum Tor und glich mit seinem bereits dritten Treffer aus (8:8, 18′).
Auch wenn nun im Spiel der Jungs in Grau mehr ineinandergriff, konnten sie sich doch nicht richtig absetzen. Man musste zwei Hinausstellungen hinnehmen und verlor ein, zwei Mal unnötig den Ball im Vorwärtsgang. So ging es mit einem Tor Rückstand in die Pause (15:14, 30′).
Aus der Kabine kommend konnte man das Spiel dann mehr und mehr an sich reißen. Nachdem zunächst der Ausgleich gelang (17:17, 34′), übernahmen die Dirkstreetboys das Zepter. Vor allem Vince baute mit seinem Schlagwurf eine solide Führung aus (19:23, 40′). Auch Simon schaltete sich weiter ein, netzte zwei Mal und sorgte für die höchste Führung im Spiel (19:25, 42′).
Doch so einfach machten es die Gastgeber dem SSC dann doch nicht. Sie schalteten noch einmal hoch, berappelten sich und verkürzten auf 23:26 (45′).
Ab dann begann ein Katz-und-Maus-Spiel: Während die SSCler ihre Angriffe gezielt ausspielten, kam die SV postwendend mit der zweiten Welle zu Abschlüssen (26:29, 51′).
Genau in dieser Phase schaltete sich Flo wieder ein, der insgesamt eine grandiose Partie spielte. Er versperrte den Kasten, sodass man sich fünf Minuten vor Schluss noch einmal mit vier Toren absetzen konnte (28:32, 56′).
Daraufhin stellten die Gastgeber auf eine offensive Manndeckung um und probierten noch einmal alles. Auch wenn sie dadurch keine direkten Ballgewinne verbuchen konnten, machten es die Dirkstreetboys in typischer SSC-Manier noch einmal spannend. Man vergab vorne frei stehend, sodass die Hausherren auf ein Tor herankamen (31:32, 58′).
Doch im Gegenzug tankte sich Simon mit purem Willen durch und stellte entscheidend auf plus zwei. Obendrein bewies Flo erneut seine Qualität.
Mit nicht einmal mehr einer Minute auf der Uhr wurde es dann richtig chaotisch. Im Kampf um den Abpraller nach einer erneuten Parade erhielt Dixon eine Zeitstrafe. Mit 35 Sekunden Restspielzeit und Ballbesitz ergab sich die letzte Chance für die Gastgeber, wäre da nicht Flo gewesen. Er zog ihnen den letzten Zahn, parierte insgesamt drei Mal und schickte Jonas auf die Reise. Auch wenn der letzte Gegenstoß nicht mehr zum Erfolg führte, setzte dies den Schlusspunkt und ließ die Dirkstreetboys jubeln.
Die Mannschaft hat geschlossen und mit viel Kampf einen etwas dreckigen Sieg eingefahren und damit erneut durch ihre Breite bewiesen, warum sie zur oberen Tabellenregion gehört.
Es spielten: Jannick Kuhn, Florian Krawetz; Simon Tomsu (7), Vincent Ott (7), Dixon John (6), Jonas Molina Ramirez (3), Aaron Erb (3), Fabian Eglof (2), Jonathan Knöfel (1), Jonas Zinkand (1), Daniel Dreixler (1), Manuel Bartosch (1), Michael Wiethoff


